Richtiges Händewaschen ist wichtig, um das Infektionsrisiko mit Viren und Bakterien zu verringern. / © Peter Greven Physioderm GmbH

Ob Atemschutz, Schutzanzüge oder Schutzbrillen: Viele PSA-Artikel sind in Zeiten des grassierenden Coronavirus vergriffen und haben teils sehr lange Lieferzeiten. Das gilt auch und gerade für Desinfektionsmittel. „Wir können derzeit keinerlei Lieferzusagen für Desinfektionsmittel treffen“, sagt Frank Severiens, kaufmännischer Leiter beim Euskirchener Hautschutzhersteller PGP. „Bei Neubestellungen ist, Stand heute, von einer mehrwöchigen Lieferzeit auszugehen.“

Menschen, die sich an ihrem Arbeitsplatz vor dem Virus schützen möchten, sind dafür aber nicht allein auf Desinfektionsmittel angewiesen: „Regelmäßiges und gründliches Händewaschen ist in der Regel ausreichend, um einer Ansteckung vorzubeugen“, erklärt Severiens im Einklang mit den Empfehlungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Der einzige Vorteil von Desinfektionsmitteln besteht laut PGP darin, dass die Anwender nicht auf ein Waschbecken angewiesen sind. Solche Waschmöglichkeiten stehen Beschäftigten in der Industrie, im Handwerk und im Dienstleistungssektor aber in den meisten Fällen zur Verfügung. Eine Desinfektion der Hände sei daher nur in Ausnahmefällen notwendig und sinnvoll – zum Beispiel nach Kontakt mit bereits Erkrankten.

Aber was bedeutet „regelmäßiges Händewaschen“ tatsächlich? „Im Normalfall sollten sich Berufstätige die Hände vor dem Arbeitsbeginn, vor und nach jeder Pause, vor und nach jedem Toilettengang und am Ende des Arbeitstages waschen“, rät Experte Severiens. „Wichtig ist es, dass vor Arbeitsbeginn und nach den Pausen die sauberen Hände auch mit Hautschutzmittel eingerieben werden.“ Während der Grippesaison oder in der aktuellen Ausnahmesituation sollte man die Hände zusätzlich nach dem Naseputzen, Husten oder Niesen waschen.

 

Hände 30 Sekunden einseifen

Neben der Frequenz ist die Art und Weise des Händewaschens entscheidend. Auch hierfür kann Severiens Tipps geben. Diese sollten übrigens nicht nur in Zeiten des Coronavirus, sondern jederzeit und besonders in der Grippesaison beachtet werden. Zunächst einmal sollte man genügend Flüssigseife auf die trockenen Hände auftragen und gründlich verteilen. Severiens rät: „Achten Sie darauf, dass Sie die ganze Hand einseifen, also nicht nur Handinnenflächen und Handrücken, sondern auch Fingerspitzen, Fingerzwischenräume, Daumen und auch die Fingernägel.“ Das korrekte Einseifen sollte etwa eine halbe Minute dauern. Beim anschließenden Abspülen der Seife sollte man dann aber ruhig viel Wasser benutzen und die Hände gründlich abspülen. Genauso wichtig wie das Waschen ist im letzten Schritt das Abtrocknen der Hände. In feuchter Umgebung können sich Mikroorganismen besser halten und vermehren. Zudem lassen sich beim Abtrocknen auch jene Keime entfernen, die noch immer an den Händen haften. Um Hautprobleme zu vermeiden, sollte man zudem nach dem Händewaschen die richtige Hautpflege nicht vergessen. „Das richtige Händewaschen wird schnell zur Routine“, sagt Severiens. Und es wirkt, denn laut PGP haben viele Studien bewiesen, dass sich das Infektionsrisiko durch die richtige Händehygiene um ein Vielfaches senken lässt.

Neben dem regelmäßigen und richtigen Händewaschen sollten natürlich auch die weiteren Hygieneregeln befolgt werden. Beschäftigte sollten also nach Möglichkeit mindestens ein bis zwei Meter Abstand zu hustenden und/oder niesenden Personen halten. Und wer selber niesen oder husten muss, sollte das in die Ellenbeuge tun.

Wie man die Hände richtig wäscht zeigt PGP im Video: http://www.pgp-hautschutz.de/kompetenzcenter/videos

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