Achtung: Hochstapler!

Haben Sie auch Hochstapler im Betrieb? Gemeint ist hier natürlich nicht die Sportskanone von Kollege, der nach eigenen Angaben während der Sommerferien alle Achttausender bestiegen hat. Auch nicht der geschniegelte Abteilungsleiter, der auf dem Green angeblich „lässig locker“ mit einem Handicap von 6,5 spielt – und damit auf einem ähnlich hohen Niveau wie Golf-Champion Tiger Woods einlochen würde. Die Rede ist – um den Dreiklang komplett zu machen – auch nicht von dem Sprachgenie aus dem Nachbarbüro, das „sieben Sprachen fließend“ spricht, und beim Italiener an der Ecke ohne rot zu werden „duo Cappuccino, aber bitte espresso!“ bestellt und für Nobelschlitten der Marke „Lambordschini“ schwärmt. Solch zweifelhaften Charakteren sollte man eher mit Vorsicht begegnen.

Aber das gilt letztlich auch für die Art von Hochstaplern, auf die ich anspiele. Sie ahnen es längst: Es geht um Flurförderzeuge, die in der Warenlogistik unersetzlich sind, um Güter aller Art umzuschlagen. Nicht nur beladen sind Stapler und Co. echte Schwergewichte, und gerade in Bewegung ist die Masse dieser Transportgeräte nicht zu unterschätzen. Das beweist auch ein Blick in die Unfallstatistik. Der sichere Umgang mit Flurförderzeugen ist ein Schwerpunkt dieser Ausgabe. Hierzu haben wir mit Fabian Zimmermann, Product Manager Safety bei Linde Material Handling, einem der größten Hersteller von Flurförderzeugen gesprochen. Die Zusammenfassung finden Sie ab Seite 32. Im Anschluss verdeutlicht Sicherheitsfachkraft Stefan Ganzke („WandelWerker Consulting“) in seinem Beitrag, welche Rolle die Sicherheitskultur im Unternehmen für den sicheren Transport spielt.

Eine Maßnahme unter vielen, um die Sicherheit zu erhöhen, ist die Ausstattung der Mitarbeiter in entsprechenden Risiko-Bereichen mit hochsichtbarer Kleidung. Das gilt natürlich nicht nur für den Lager- und Logistikbereich, sondern überall dort, wo Sichtbarkeit auch Sicherheit bedeutet. Ab Seite 24 informieren wir über alles Wissenswerte rund um Warnschutzkleidung gemäß EN 20471. Relativ neu ist die EN 17353, die Anforderungen für „Schutzkleidung – Ausstattung zur erhöhten Sichtbarkeit für mittlere Risikosituationen“ festlegt. Was das genau bedeutet, und für welche Arbeitsbereiche diese Norm interessant und vor allem relevant ist, beleuchtet Matthias Wenten (Document1/BP Bierbaum-Proenen) in seinem Beitrag ab Seite 28.

Außerdem beschäftigen wir uns in dieser Ausgabe ab Seite 55 mit verschiedenen Verfahren zur Dekoration von Workwear und Schutzkleidung. Zur Veredlung mit Stick- und Drucktechnik sowie mit Flex- und Flockfolien stand uns Nadja Zenglein-Staab, Marketingleiterin beim ZEGO Textilveredelungszentrum in Aschaffenburg, Rede und Antwort. Außerdem präsentieren wir in der Marktübersicht „Sweatshirts und Arbeitspullover“ ab Seite 38 insgesamt 75 aktuelle Produkte – darunter auch Modelle mit Schutzfunktion, etwa Warn- oder Störlichtbogenschutz.

Ich wünsche Ihnen eine interessante und nützliche Lektüre!

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