Arbeitsschutz beginnt bereits auf dem Weg zur Arbeit. Daran hat der VDSI – Verband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz zum "Tag der Verkehrssicherheit" (21. Juni) erinnert und dazu aufgerufen, den täglichen Arbeitsweg stärker in den Blick der Prävention zu rücken. "Ob Auto, Fahrrad oder zu Fuß: Verkehrssicherheit ist ein integraler Bestandteil des Arbeitsschutzes", heißt es in einer Mitteilung des Verbands. Unfälle auf dem Arbeitsweg seien keine Randerscheinung, sondern zählten zu den häufigsten meldepflichtigen Wegeunfällen. Alleine in 2023 habe es 184.355 meldepflichtige Wegeunfällen in der gewerblichen Wirtschaft gegeben. Gleichzeitig wachse die Zahl der Beschäftigten, die mobil oder im Außendienst tätig sind – und damit auch das Risiko, in kritischen Situationen unterwegs zu verunglücken.
„Der Weg zur Arbeit und mobile Tätigkeiten sind ein unterschätzter Risikofaktor im Berufsleben. Arbeitsschutz endet nicht am Werkstor – er beginnt an der Wohnungstür“, betont Daniel Limmert, Vorstandsmitglied des VDSI und Ressortleiter Sicherheit. „Wer Gesundheitsschutz ernst nimmt, muss auch die sichere Mobilität seiner Beschäftigten mitdenken – vom Helm beim Radfahren über Fahrtsicherheitstrainings bis zur Pausenkultur unterwegs.“
Beispielsweise sind mobile Berufsgruppen wie Pflegedienste oder Handwerker oft sehr viele Stunden unterwegs und dabei einem hohen Stresslevel ausgesetzt. Der VDSI empfiehlt gezielte Schulungen, klare Pausenregelungen und den Einsatz technischer Hilfsmittel wie Fahrerassistenzsysteme. Unternehmen könnten einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie wirksame Mobilitätskonzepte entwickeln – etwa mit leuchtender Schutzkleidung, Fahrgemeinschaften oder Homeoffice-Angeboten.
(Quelle: VDSI)